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Roche in Deutschland - Das Magazin / Nr 1 // März 2020

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28 Das

28 Das Magazin // Menschen Eine App von Menschen mit Diabetes für Menschen mit Diabetes Mit der Gründung 2012 hat sich mySugr das Credo „Make diabetes suck less“ (sinngemäß bedeutet dies, Diabetes weniger ätzend zu machen) auf die Fahne geschrieben, das auch heute noch den täglichen Antrieb der Mitarbeitenden ausmacht. Die mySugr App, die aktuell mehr als zwei Millionen registrierte Nutzer weltweit hat, haucht diesem Leitsatz Leben ein. Eine App von Menschen mit Diabetes für Menschen mit Diabetes, genau abgestimmt auf die Anforderungen der Therapie und den Alltag der Nutzer. „Entscheidend für den Erfolg war und ist, dass ein Großteil des mySugr Teams mit Diabetes lebt – viele bereits seit ihrer Kindheit“, erklärt Gabriel Enczmann, Business Development Director Europa bei mySugr. „Dadurch verstehen wir sehr gut die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes und können unsere eigenen Erfahrungen einbringen. Außerdem stehen wir auch in einem kontinuierlichen Austausch mit Ärzten und erhalten so wertvolles Feedback aus Behandler-Sicht, das in die Produkt entwicklung einfließt.“ Dieser patientenzentrierte Ansatz deckt sich mit der Mission von Roche Diabetes Care: Gemeinsam Diabetes weiter denken und den Patienten in den Mittelpunkt stellen. Wie können die unterschiedlichen Strukturen, Arbeits- und Denkweisen von Großkonzern und jungem Unternehmen unter einen Hut gebracht werden? Mit Digitalisierung und enger Zusammenarbeit! Das Herzstück für den Alltag mit Diabetes Digitalisierung ist ein zentraler Bestandteil der Strategie von Roche Diabetes Care. Und das aus gutem Grund: Über den Tag verteilt trifft ein Mensch mit Diabetes rund 50 Therapieentscheidungen. Blutzuckerwerte messen und die Werte festhalten, Insulinmengen berechnen, Mahlzeiten, Bewegung und andere Faktoren im Blick behalten und aus allen Angaben die richtigen Schlüsse für die eigene Therapie ziehen. Damit das eigene Therapiemanagement nicht zu einem Fulltime-Job wird, leisten digitale Tools wie die mySugr App Abhilfe. Durch die Verbindung der Roche-Hardware mit der mySugr App erfassen Patienten zeitsparend und übersichtlich ihre Daten, erhalten eine grafische Darstellung und hilfreiche Auswertung – für sich selbst, aber auch für das Gespräch mit dem Behandler. Wie sieht das in der Umsetzung aus? Den Anfang hat die Anbindung der Roche- Blutzucker messgeräte an mySugr gemacht. Per Bluetooth wandern die gemessenen Blutzuckerwerte nun automatisch in die App und können dort mit weiteren Angaben ergänzt werden. 2019 folgte die Anbindung des Eversense XL CGM Systems zur kontinuierlichen Glukosemessung, das in Deutschland exklusiv durch Roche vertrieben wird. Für 2020 wird es mit der ersten Anbindung einer Roche-Insulinpumpe möglich, nicht nur Blut zucker- und Glukosedaten via Das Credo von mySugr: Make diabetes suck less. Smartphone zu checken, sondern auch Insulin abzugeben. Mit mySugr im Zentrum entsteht so schrittweise eine offene Plattform, ein persönliches „Diabetes-Cockpit“ für die Hosentasche. „Wir möchten Menschen mit Diabetes neben Produkten und Services eine wirkliche Erleichterung im Therapiealltag bieten. Hier spielt die Bündelung aller wichtigen Diabetes-Daten für mehr Überblick, mehr Zeit und letztlich auch mehr Motivation eine tragende Rolle“, erläutert Eva Bätz, Leiterin Therapy Solution Franchises bei Roche Diabetes Care Deutschland und ergänzt: „Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir mit unseren Kolleginnen und Kollegen von mySugr auf einen Partner, der wirklich weiß, was sich der Nutzer wünscht – und auch in der Lage ist, diese Wünsche umzusetzen.“ Foto: Einzenberger

Menschen // Das Magazin 29 Eine offene Arbeitsumgebung, die innovatives Denken fördert: Das zeichnet mySugr aus. Das Diabetes- Monster zähmen Foto: Einzenberger „Jeder bringt seine Stärken mit“ Deutschland ist der größte Markt, in dem mySugr angeboten wird. Entsprechend eng und wichtig ist daher die Zusammenarbeit des deutschen Teams am Standort Mannheim mit den Teams aus Wien, trotz oder gerade wegen der räumlichen Distanz. „Für uns ist es wirklich großartig, die Länder im Rücken zu haben, die mySugr vermarkten. Allein aufgrund des umfassenden Wissens, das Roche zu den verschiedenen Märkten, zu den Kunden und Therapien mitbringt. Das könnten wir alleine in dem Maße nie schaffen, und da können wir auch noch sehr viel lernen“, erklärt Marlis Schosser, Head of Product Management bei mySugr. Workshops, gemeinsame Auftritte auf Kongressen und Messen sowie gemischte Projektteams für spezifische Themen sorgen dafür, dass die Zusammenarbeit möglichst transparent und effizient stattfinden kann. Dabei bleiben natürlich auch die Eigenarten des Gegenübers nicht unentdeckt, weiß Schosser zu berichten: „Bei Roche gibt es sehr klare Strukturen, Hierarchien und Prozesse. Das heißt, in dem Zeitraum, wo bei Roche diverse Freigabeprozesse anstehen, haben wir schon verschiedene Lösungen ausprobiert und können sagen, ob etwas am Markt funktioniert oder nicht.“ Wo mySugr kurze Prozesse und Entscheidungswege ins Spiel bringt, punktet Roche im Gegenzug mit mehr als vier Jahrzehnten Markterfahrung. „Wir Im Zentrum der mySugr App steht das Diabetes- Monster, das man mit jedem Eintrag „zähmen“ kann. Es steht sinnbildlich für die täglichen Herausforderungen im Umgang mit dem Diabetes. Pro Eingabe sammelt man Punkte und erkennt durch das Feedback in der App, was sich wie auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. So zähmt man nicht nur das Diabetes-Monster, sondern auch den eigenen Diabetes. haben langjährige und intensive Kundenbeziehungen im Markt. Mit unserem starken Außendienst und zentralen Kommunikationskanälen haben wir ideale Türöffner für unsere Botschaften“, erklärt Bätz und ergänzt: „Darüber hinaus können wir uns bei mySugr einige Denkanstöße für unsere eigene Arbeit mitnehmen. Man lernt jeden Tag voneinander – und nimmt mit dem gleichen Ziel vor Augen jede Herausforderung mit Power an.“ // Autorin: Julia Becker Einblicke in die Welt von mySugr bekommen Sie hier: mysugr.com/de-de/unternehmen