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Roche in Deutschland - Das Magazin / Nr 1 // März 2020

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10 Das Magazin // Neu denken! Die Unternehmer- Brille aufsetzen Warum unternehmerisch denkende Mitarbeitende Roche voranbringen Foto: iStock

Neu denken! // Das Magazin 11 „W as würde ich tun, wenn es mein Unternehmen wäre?“ Mitarbeitende, die sich diese Frage stellen, haben den Schritt zu unternehmerischem Denken schon fast geschafft. Wir haben Manja Bartlog, Head of Learning and Organizational Development, Grenzach, und Strategic Planning Manager Severin Kenk gefragt, was sonst noch wichtig ist. Frau Bartlog, Herr Kenk, was macht einen unternehmerisch denkenden Mitarbeiter aus? Severin Kenk: Ein Mitarbeiter, der unternehmerisch denkt, hat bei seiner Arbeit die Gesamtperspektive sowie Ziele des Unternehmens im Blick, und nicht nur die seines eigenen Bereichs. Er stößt eigenständig neue Dinge an und trifft im Rahmen seiner Kompetenzen selbstständig Entscheidungen im Sinne des Unternehmens und seiner Kunden. Als Finanzfachmann fällt mir natürlich als erstes ein Beispiel ein, das mit Geld zu tun hat (lacht). Wäre das Geld an anderer Stelle besser angelegt? Ein Mitarbeiter, der sich diese Frage stellt und die Höhe seines Projektbudgets danach ausrichtet, denkt und handelt unternehmerisch. Manja Bartlog: Das ist ein gutes Beispiel. Genau deswegen haben wir uns in Grenzach gerade von festen Projektbudgets verabschiedet und machen damit bislang sehr gute Erfahrungen. Es geht aber nicht nur ums Geld. Wer überlegt, ob eine frei gewordene Stelle in seinem Team noch erforderlich ist oder wie ein lang gelebter Prozess neu aufgesetzt werden könnte, denkt unternehmerisch. Severin Kenk Strategic Planning Manager, Grenzach „Der Austausch mit anderen ist wichtig, um neue Perspektiven zu erhalten.“ Was bringen unternehmerisch denkende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter denn für Vorteile für ein Unternehmen? Kenk: Sie treffen oft bessere Entscheidungen und erzielen damit bessere Ergebnisse. Denn unternehmerisches Denken zu fördern, heißt auch, Verantwortung auf die niedrigstmögliche Ebene zu delegieren, dorthin, wo die größte Expertise für das Thema vorhanden ist. Bartlog: Wenn ihre Führungskraft ihnen vertraut und sie eigenständige Entscheidungen treffen dürfen, motiviert das auch die Mitarbeitende. Überspitzt formuliert: Stellen Sie sich ein Unternehmen vor, in dem nur der Chef für den nachhaltigen Unternehmens erfolg verantwortlich ist und alle anderen sich auf ihn verlassen. Das würde nicht lange gut gehen. Foto: zg Wie fördert Roche unternehmerisches Denken und Handeln? Bartlog: Hier in Grenzach schafft Roche gerade die Rahmenbedingungen, indem wir Prozesse anpassen und Möglichkeiten schaffen, Verantwortung zu übernehmen. Wir ermutigen Führungskräfte, ihren Teams und deren Kompetenz zu vertrauen. Die Ideen und die Energie, die dadurch entstehen, sind wirklich beeindruckend. Kenk: Im Sinne des Big Pictures ist auch die Zusammenarbeit mit Diagnostics ganz wichtig. Wir arbeiten an einem gemeinsamen Auftritt, um unseren Kunden die bestmöglichen Lösungen zu bieten, und wollen voneinander lernen. Auch wenn diese Initiative noch in den Kinderschuhen steckt: Bereits jetzt profitieren wir vom Wissen, den Erfahrungen und neuen Perspektiven, die die Diagnostics-Kollegen einbringen. Geben Sie uns einen Tipp – wie können Mitarbeitende unternehmerisches Denken lernen? Bartlog: Das ist eigentlich ganz einfach. Stellen Sie sich die Frage: Wenn das mein eigenes Geschäft wäre, würde ich die Entscheidung dann auch so treffen? Führe ich zum Beispiel eine teure Veranstaltung nur deswegen durch, weil wir es immer so gemacht haben oder hat sie tatsächlich einen Mehrwert? Wenn Sie sich die Unternehmer-Brille aufsetzen, bekommen Sie einen anderen Blick auf die Themen und treffen oftmals bessere Entscheidungen. Kenk: Wenn ich in einer Situation unsicher bin, kann es auch hilfreich sein, eine Zweitmeinung von einem Kollegen einzuholen. „Würdest du das auch so machen? Gibt es noch einen Aspekt, den ich nicht berücksichtigt habe?“ Denn eigenständig und unternehmerisch zu entscheiden, heißt nicht, etwas im stillen Kämmerlein zu beschließen. Der Austausch mit anderen ist wichtig, um neue Perspektiven zu erhalten. Da hilft es auch, sich über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen auf dem Laufenden zu halten – zum Beispiel über die internen Informationskanäle. Ist unternehmerisches Denken für jeden Mitarbeiter wichtig? Wenn ja, warum? Bartlog: Definitiv. Unternehmerisches Denken geht uns alle an. Natürlich ist der Handlungsspielraum in verschiedenen Rollen unterschiedlich, aber im Kleinen wie im Großen kann jeder Mitarbeiter sein Umfeld und sein Unternehmen besser machen. Autor: Dominik Schwaibold Manja Bartlog Head of Learning and Organizational Development, Grenzach „Unternehmerisches Denken geht uns alle an.“ Foto: zg